Cloud Computing verändert die Softwareindustrie

By 03.02.2012 März 17th, 2017 Virtualisierung

Nichts ist so beständig wie der Wandel – und im digitalen Zeitalter vollziehen sich grundlegende Umwälzungen oft nur über wenige Jahre. So haben auch die Möglichkeiten der Datenspeicherung von der ersten Lochkarte über Floppy Disk, austauschbare Festplatten und USB-Speichersticks hin zum Cloud Computing eine rasante Entwicklung erlebt.

Ein Browser, ein schneller Internetanschluss und die eigene PC-Hardware spielen nicht mehr die wichtigste Rolle; die benötigte Software ist verteilt auf diversen Anbieterservern, sie wird zeitlich begrenzt genutzt, ohne sich übermäßig lange an einen Anbieter zu binden. Diese Entwicklung hat bereits Teile der Softwareindustrie verändert. Auch in Zukunft wird dieser Umstand ein Umdenken in der Industrie mit sich bringen. Wie werden Softwareanbieter reagieren müssen?

Vor- und Nachteile des Cloud Computing

Alles hat Vor- und Nachteile. So auch im IT-Bereich und im Bereich Cloud Computing. Für den Anwender liegt der große Vorteil des Cloud Computing in der Flexibilität: Daten und Anwendungen werden nicht lokal gespeichert und müssen daher nicht physisch irgendwohin mitgenommen werden. Stattdessen liegen sie auf einem Server in der Cloud und man kann von überall über eine Internetverbindung darauf zugreifen. Dies ermöglicht auch eine schlanke IT-Struktur: Ressourcen können ganz nach dem aktuellen Bedarf genutzt werden. Das spart Pflegeaufwand und Kosten.

Man verliert dadurch aber teilweise die Kontrolle über die eignen Daten, da diese nun extern verwaltet werden. Damit geht ein gewisses Risiko hinsichtlich Datenschutz und Verfügbarkeit einher.

Der Anbieter von Cloud-Lösungen wiederum steht vor der Herausforderung, ein Lizenzmodell zu entwickeln, dass die Zurverfügungstellung von Software in der Cloud abdeckt.

Flexible Lizenzmodelle

Bei Cloud Computing geht es nicht nur um ortsunabhängige Datenspeicherung und -verarbeitung, sondern vielmehr um die gesamte Software, die ein User verwendet. Während bisher einmalige Lizenzen verkauft wurden und regelmäßige Wartungsgebühren hinzukamen, ändert sich dieses bekannte Modell grundsätzlich.

Die einmaligen hohen Verkaufspreise und die dauerhaften Ausgaben für ständige Wartung fallen in Zukunft weg. Das Geschäfts- und Einnahmemodell der Softwareanbieter wird vielmehr lauten: Einnahmen trotz beziehungsweise mit häufigen und schnellen Wechseln des Kunden. Kurzfristige Nutzungslizenzen, die für eine sehr kurze Zeit dem Nutzer nur das anbieten, was er sich auch konkret wünscht. Keine großen Softwarepakete, sondern nutzungsabhängige Abrechnungen für eine jeweilige kurzfristige Inanspruchnahme.

Nichts erscheint derzeit unmöglich. Die Softwareanbieter unterliegen somit einem tiefgreifenden Wandel, einer wahren Revolution oder Evolution, je nach Betrachtungsweise. Diese Veränderung wird sich auf die Technologie, auf die gesamte Frage der Finanzierung und auf umfassende Aspekte im Vertrieb auswirken.

Standardisierung als notwendige Voraussetzung

Flexibilität, die das Zeitalter der Cloud auszeichnen wird, geht mit dem Begriff der Standardisierung einher. Nur dann, wenn sich am Markt Standards für die Zusammenarbeit von Systemen (Cloud-Anbietern) bilden, ist die die Interaktion wie bisher bei einer lokalen Anwendung möglich.

Das bedeutet, das Ziel werden weltweite Standards sein, die derzeit noch am Beginn einer langfristigen Entwicklung stehen. Der Weg dahin, geschweige denn das endgültige Ziel, sind aktuell noch nicht absehbar. Und gerade darin besteht die große Herausforderung für die gesamte Softwareindustrie.

Global Access bietet mit der VMware vCloud-API eine gute Grundlage für den Austausch zwischen den verschiedenen Cloud-Anbietern. Softwareanbieter können dann ihre eigenen Softwareentwicklungen auf der Server-Grundlage der Global Access GmbH betreiben und dem Nutzer entsprechend bedarfsgerecht zur Verfügung stellen.

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