Effizienz durch Cloud Computing

By 08.02.2013 März 17th, 2017 Virtualisierung

Die Anwendungsmöglichkeiten des Cloud Computing haben sich in den vergangenen Jahren ins schier unendliche ausgedehnt: Von der einfachen Software bis hin zum kompletten Betriebssystem können unterschiedlichste IT-Funktionen in der Wolke betrieben werden. Für Unternehmen bedeutet dies vor allem einen enormen Effizienzgewinn. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich im Vergleich der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums meist gar nicht mehr. Größere Unternehmen profitieren zumindest aus der teilweisen Auslagerung bestimmter Bereiche.

Unter den Einsparungsmöglichkeiten bildet insbesondere die Hardware einen wichtigen Faktor. Wie bedeutend dieser Umstand ist, zeigt sich darin, dass die komplette IT-Industrie dadurch umgekrempelt wird. Hardwarehersteller wie beispielsweise IBM erzielen bereits jetzt den größten Teil ihres Umsatzes durch Dienstleistungen und nicht mehr aus dem Verkauf von Hardware.

Doch wie macht sich der Umstand im einzelnen Unternehmen bemerkbar?

Systemhardware

Bei der Auslagerung in die Cloud ist der offensichtlichste Faktor die Reduzierung der Systemtechnik. Storage, Server und die dazugehörige Infrastruktur müssen nicht mehr beschafft, gewartet, bedient und erneuert werden. Mit zunehmender Geschwindigkeit wachsen die Anforderungen an Anwendungsmöglichkeiten, entsprechende Softwarelösungen kommen dem bald nach und erhöhen damit wiederum die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Hardware. Diesen Wettlauf in der Entwicklung der Unternehmens-IT intern aufrecht zu erhalten, lohnt sich für viele Unternehmen nicht. Werden dagegen lediglich bestimmte Funktionspakete über Cloud Computing bezogen, liegt die Aufgabe, die Leistungsfähigkeit der Systemtechnik zu gewährleisten, beim Provider, der dies durch Synergieeffekte ohnehin effizienter realisieren kann.

Endgeräte

Durch den Einsatz von Cloud-Lösungen reduziert sich in Unternehmen auch der Bedarf im Bereich der Endgeräte. Da die Anwendungen nicht mehr lokal laufen und nur noch minimale lokale Speicherkapazität benötigt wird, werden umfangreiche Workstations überflüssig. Dagegen werden schlanke Hardwarelösungen wie Thin Clients eingesetzt.

Außerdem führt die Verdrängung von Desktopcomputern durch mobile Geräte in Verbindung mit dem Einsatz von WLAN dazu, dass die teure Verkabelung zu einzelnen Arbeitsplätzen reduziert werden kann.

Ein weiterer Trend, der den Bedarf an Hardware im Unternehmen senkt, ist Bring-Your-Own-Device. Cloud Computing ermöglicht es, dass Anwender unabhängig von bestimmten Endgeräten arbeiten können. Dies führt dazu, dass Mitarbeiter vermehrt private Hardware für die Arbeit nutzen. Wenn ein Unternehmen unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten die Integration von privaten Endgeräten in das Unternehmensnetzwerk sinnvoll regelt, kann BYOD zu zusätzlicher Kostenersparnis im Hardwarebereich führen.

Telefonanlage

Selbst im Bereich der Kommunikationssysteme lässt sich durch Cloud-Lösungen Hardware einsparen. Die klassische ISDN-Telefonanlage lässt sich beispielsweise durch Cloud-Telefonie ersetzen. Die Arbeitsplätze verfügen über Telefone, die meist keiner aufwändigen Wartung oder häufigen Erneuerung bedürfen; die Funktion der Telefonanlage wird dagegen aus der Cloud bezogen.