Private Cloud – Vorteile und Einsatz

By 17.03.2017 November 5th, 2019 Virtualisierung

Wenn Unternehmen Cloud-Computing einsetzen wollen, müssen sie zunächst eine grundlegende Entscheidung treffen: Sollen Daten und Prozesse in einer Private-Cloud oder der Public-Cloud verarbeitet werden? Letztere bietet z. B. günstigen Speicherplatz in der Cloud. Wer jedoch auf mehr Sicherheit setzen will, setzt lieber auf eine Private-Cloud.

Was ist die Private-Cloud?

Die Private-Cloud ist im Gegensatz zur Public-Cloud nicht für jedermann über das Internet erreichbar. Stattdessen wird über ein Intranet oder über Virtual-Private-Network darauf zugegriffen. Es handelt sich also um eine unternehmenseigene Cloud, die nur autorisierten Teilnehmern zur Verfügung steht und somit über eine außerordentliche Cloud-Sicherheit verfügt.

Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene Typen der Private-Cloud unterscheiden:

  1. Internal-Private-Cloud: Hierbei betreibt das Unternehmen selbst die notwendige IT-Infrastruktur im eigenen Gebäude.
  2. Managed-Private-Cloud: Auch hier verbleibt die Infrastruktur im Unternehmen, wird aber durch einen externen Anbieter gemanagt bzw. gewartet.
  3. Hosted-Private-Cloud: Ein Cloud-Services-Anbieter betreibt die Cloud im Auftrag des Unternehmens in einem Rechenzentrum.
  4. Community-Private-Cloud: Hier greifen mehrere Unternehmen – etwa einer Branche oder eines Konzerns – auf die gleiche Cloud zu.

Übrigens: Laut „Bitkom Cloud Monitor 2017“ geht der Trend bei der Private-Cloud deutlich dahin, vollständig auf Dienstleister zu setzen. So betreiben nur noch 13 % der Unternehmen in Deutschland ihre Private-Cloud vollkommen selbst. Noch vor vier Jahren waren es doppelt so viele (26 %).

Wie viele Unternehmen nutzen eine Private-Cloud?

Private-Cloud war von jeher das beliebtere Virtualisierungs-Modell bei Unternehmen in Deutschland. Im jahr 2012 setzte jedes dritte Unternehmen hierzulande auf eine eigene Cloudumgebung. Bis 2016 erhöhte sich dieser Anteil deutlich, so dass nahezu jede zweite Firma eine Private-Cloud hat. Die Public-Cloud nutzen noch deutlich weniger Unternehmen, aber auch hier ist in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum zu verzeichnen.

Nutzung von Private-Cloud und Public-Cloud in deutschen Unternehmen in den letzten 5 Jahren

2012 2013 2014 2015 2016
Private-Cloud 34 % 36 % 39 % 38 % 44 %
Public-Cloud 10 % 15 % 16 % 26 % 29 %

Quelle: Bitkom Cloud Monitor (Jahrgang 2013-2017).

Was sind die Vorteile der Private-Cloud?

Wer eine Private-Cloud nutzt, profitiert grundsätzlich Vorteilen des Cloud-Computing. Die IT-Struktur des Unternehmens wird schlanker, effizienter und kostengünstiger. Den Hauptteil des Einsparungspotenzials machen die Konsolidierung der Hardware und die Virtualisierung der digitalen Ressourcen aus. Aber auch Faktoren wie die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Kostenersparnis bei der Kühlung bringen spürbare Effekte.

Gegenüber der Public-Cloud profitieren Nutzer der Private-Cloud darüber hinaus von folgenden Vorteilen:

  • Alle Ressourcen werden in einem flexiblen Pool gebündelt und können nach Bedarf genutzt werden.
  • In der Private Cloud kann eine unbeschränkte Bandbreite genutzt werden.
  • Die Ressourcen sind vom Speicherort unabhängig. Dadurch wird nicht mehr für jede Anwendung ein dedizierter Server benötigt.
  • Technische Ressourcen können je nach Bedarf herauf- und später wieder herunterskaliert werden.
  • Zahlreiche Sicherheitsrisiken treten durch den geschützten Rahmen, den etwa VMware Dedicated Clouds bietet, gar nicht erst auf.
  • Prozesse können automatisiert durchgeführt werden.
  • Einzelne Abteilungen können die von ihnen benötigten Dienste selbst on-demand anfordern.
  • Besondere Sicherheitsmaßnahmen nach Kundenanforderungen sind einfach zu implementieren.

Wie unterscheiden sich Virtual-Private-Cloud und Dedicated-Private-Cloud?

Bei Anbietern wir Global Access können Sie zusätzlich zwischen zwei Modellen wählen: einer Virtual-Private-Cloud und einer Dedicated-Private-Cloud.

Bei einer Virtual-PrivateCloud handelt es sich um einen mandantenfähigen, logisch isolierten Computer-Service, der auf geteilter Kern-IT-Infrastruktur basiert. Dies ist auch die effizienteste Lösung, wenn Sie Ihre IT-Infrastruktur mithilfe von Cloud-Computing schnell erweitern möchten, anstatt weitere physische Ressourcen vor Ort anzuschaffen.

Mit seinem Pool an hochverfügbaren Rechner-, Speicher- und Netzwerkressourcen passt die Virtual-Private-Cloud gut in Szenarien mit variabler oder massiver Auslastung wie Datenbank-Set-ups, Back-Office-Infrastrukturen, Test- und Entwicklungsumgebungen, Next-Generation-Mobile oder allen klassischen IT-Anwendungen.

Bei Global Access können Sie die Virtual-Private-Cloud durch verschiedene Add-ons und Services erweitern, um Ihren wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden. Darüber hinaus ist eine vollständige Workload-Portability gewährleistet: Mit der Virtual Private Cloud platzieren Sie Ihre Workloads intern, extern oder an beiden Orten und behalten dabei die volle Managementkontrolle.

Die Dedicated-Private-Cloud von Global Access ist ein physisch isolierter Rechen- und Management-Stack, der maximale Kontrolle über Kapazitätszuordnungen und Rechenressourcen bietet. Es handelt sich um eine IT-Lösung für spezifische Projekte mit vielen Ressourcen oder für ein Sicherheitskonzept, das vollständige physische Separation des Cloud-Computings erfordert.

Dedicated-Private-Cloud ist die passende Lösung für isolierte Installationen, die auf Grund ihrer Anforderungen an Hardware, Leistung, Softwarelizenzierung oder anderen Spezifikationen nicht für eine geteilte Umgebung geeignet sind. Die Dedicated-Private-Cloud schließt die Kontrolle über Rechenressourcen mit ein – die gesamte Rechen- und Speicherzuordnung ist reserviert und kann nach Bedarf zugewiesen oder umgeschichtet werden.

Eine Private-Cloud in einem deutschen Rechenzentrum ist genau das, wonach Sie suchen? Da helfen wir Ihnen gerne weiter!

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